Licht und Farbe

Erklärung

Die Qualität von Innenräumen wird in hohem Maße von den Lichtbedingungen in ihnen geprägt und die visuelle Erkennbarkeit von Objekten ermöglicht deren Nutzung. Die Beleuchtungssituationen bestimmen die Materialreflexionen und damit die Farberscheinungen der Oberflächen. Für die Materialwahl und Farbgestaltung in der Planung von Räumen und Objekten ist das Verständnis vom Zusammenhang von Leuchtmittelemission und Materialreflexion daher von großer Bedeutung. Das Verhältnis von Licht und Farbe ist darüber hinaus eine Grundlage für die Planung von atmosphärischen Wirkungen in Architektur, Innenarchitektur und im Produktdesign. Mit dem vermehrten Einsatz neuentwickelter Leuchtmittel und Materialien steigt der Bedarf an diesem Wissen stetig.

Lerninhalte

Im Masterschwerpunkt „Licht und Farbe“ werden in einer ersten Phase in bestehenden Raumsituationen und bei vorhandenen Objekten die Zusammenhänge von Form und Farbe in der Realität und im Modell analysiert. Die Analysen werden fundiert durch die theoretischen Grundlagen aus der Licht- und Farbplanung. Sie werden ergänzt durch phänomenologische Methoden der Beschreibung und Darstellung sowie der Präzisierung der Abhängigkeiten von Licht und Farbe in Schaubildern.
Für die Licht- und Farbgestaltung liegen die Grundlagen einerseits in psychologischen und biologischen Erkenntnissen und dem Wissen über technische Entwicklungen, anderseits im Verständnis von historischen, soziologischen und kulturellen Bedingungen, die die Architektur und deren Nutzung beeinflussen.
In einem zweiten Ausbildungsabschnitt werden durch die Vermittlung der Methoden der qualitativen und quantitativen Licht- und Farbplanung mit analogen und digitalen Medien in unterschiedlichen Maßstäben und Realisierungsgraden komplexe Aufgabenstellungen bearbeitet und Planungen erstellt.

Studienziele

Die Masterstudierenden erkennen die komplexen Zusammenhänge von Licht und Farbe und werden durch die Mittel der Licht- und Farbgestaltung in die Lage versetzt, Räume und Objekte auf einander abgestimmt zu planen und zu entwickeln. Dabei berücksichtigen sie technische, nutzungsrelevante und atmosphärische Aspekte